Die Marte Meo Methode

Aus eigener Kraft

„Marte Meo“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „aus eigener Kraft“.

Während im professionellen sozialpädagogischen, therapeutischen und pflegerischen Kontext oft deutlich wahrnehmbare Probleme in den Fokus der Zusammenarbeit genommen werden, schaut Marte Meo auf das, was schon da ist und nimmt vorhandene Ressourcen als Grundlage für neue mögliche Entwicklungsschritte. Die Methode gibt Menschen die Chance, ihren nächsten möglichen Entwicklungsschritt von sich aus anzugehen.

Große Schwierigkeiten kann jeder sehen, die sind groß genug! Aber Möglichkeiten sind meistens klein, da muss man ein gutes Auge haben!

Gerald Hüther zu Maria Aarts über Marte Meo

Egal in welchem Lebensabschnitt – Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Senioren, die von anderen Menschen mit ihren Bedürfnissen und Anliegen wahrgenommen werden, können sich als Teil der Gemeinschaft erleben, egal, ob es ein Dialog zwischen zwei Personen ist oder eine größere Gruppe.

Menschen, die in ihrem Leben von Eltern, ErzieherInnen, TherapeutInnen, LehrerInnen oder PflegerInnen bereits oder noch vorhandene Ressourcen aufgezeigt bekommen, entwickeln ein gutes Selbstwertgefühl. Mit einem guten Selbstwertgefühl trauen sie sich einen nächsten Entwicklungsschritt zu.

Menschen, die es lernen, sich aus eigener Kraft zu entwickeln, haben allen Grund, auf sich selbst stolz und mit sich selbst zufrieden und glücksfähig zu sein.

Marte Meo Blick

Menschen, die anderen Menschen den Freiraum geben und Möglichkeiten aufzeigen, selbst den nächsten Entwicklungsschritt angehen zu können, erleben sich in ihrer professionellen, ehrenamtlichen oder elterlichen Rolle als wirksam. Es ist ein Glück für professionell und ehrenamtlich Tätige, aber auch für Eltern und irgendwann auch für Kinder, Menschen auf ihrem Entwicklungsweg begleiten zu können.

Wenn du einen guten Moment wahrnimmst, nimm dir Zeit, ihn auf dich wirken zu lassen und 'ìss' dieses herrliche Gefühl.

Maria Aarts, 2009

Jede Interaktion zwischen Menschen ist dabei einzigartig und individuell. Keine Begegnung gibt es zweimal. Viele Interaktionen geschehen im Alltag so schnell, dass nur ein geschultes Auge die Details des Gelingens erkennen kann. Um genau zu analysieren, warum Interaktionen zwischen Menschen gut gelingen, bedarf es eines achtsamen, feinfühligen Blicks, der im Alltag mit dem "bloßen Auge" leider oft nicht möglich ist. Maria Aarts benutzt deshalb Bilder. Mit einzelnen Sequenzen aus Videoaufnahmen werden Bilder von Interaktionen zwischen Menschen festgehalten. Mit dem entwicklungsorientierten Blick werden die Marte Meo-Elemente herausgefiltert - die Bilder werden zum Sprechen gebraucht.

Marte Meo erfahrene Menschen sagen, dass für sie der "Marte Meo Blick" mittlerweile zur Haltung geworden ist. Die Kamera wird im Alltag oft nicht mehr gebraucht. Die Anwendung der Marte Meo Elemente ist ihrem eigenen Lebensalltag in der Interaktion mit anderen Menschen (wieder) zur Selbstverständlichkeit geworden. Ihr geschultes Auge erkennt bei Mitmenschen, warum deren Interaktionen gut gelingen und sie können sie bestärken, einen neuen Entwicklungsschritt zu gehen.

Kontext

Mittlerweile wird Marte Meo zur Begleitung und Beratung von Menschen in folgenden Kontexten eingesetzt: 

  • Kindertagesstätten
  • Frühförderung
  • Schulen
  • Einrichtungen für Menschen mit Assistenzbedarf
  • Senioreneinrichtungen
  • Krankenhäuser
  • Personalentwicklung

Auf den Webseiten von Marte Meo International finden Sie weitere Informationen.